Der wichtigste Titelkampf der Golden Trail World Series 2026 ist entschieden. Beim Grand Finale in Muju in Südkorea setzte sich Elhousine Elazzaoui im Männerrennen durch und gewann die Gesamtwertung bereits zum dritten Mal nacheinander. Am Montag, 26. Oktober, gehörte das Finale zu den zentralen Themen im internationalen Trailrückblick von iRunFar. Die Strecke verlangte den Athletinnen und Athleten angesichts zahlreicher Höhenmeter und rutschiger Bedingungen einiges ab.


ELAZZAOUI GEWINNT DAS FINALE UND DIE SERIE


Der marokkanische Läufer benötigte für den rund 29 Kilometer langen Kurs 2:49:14 Stunden. Das Profil bot deutlich mehr als 2.000 Höhenmeter und zahlreiche technisch anspruchsvolle Abschnitte. Regen und nasser Untergrund erschwerten vor allem schnelle Abstiege. Elazzaoui kam mit diesen Bedingungen am besten zurecht und brachte seine Führung bis ins Ziel.


Patrick Kipngeno aus Kenia erreichte als Zweiter nur 44 Sekunden nach dem Sieger das Ziel. Auf Rang drei folgte Timothy Kibett. In der Gesamtwertung entschied schließlich ein äußerst knapper Punktabstand zugunsten von Elazzaoui. Nach Angaben des Fachportals Marathon Handbook setzte sich der Marokkaner um lediglich zwei Punkte gegen Kipngeno durch.


Damit wird deutlich, dass bei einer Rennserie nicht nur eine einzelne Tagesleistung zählt. Ergebnisse aus verschiedenen Läufen werden zusammengeführt; für den Gesamtsieg kommt es auf Konstanz, taktische Entscheidungen und die Leistung beim Finale an. Elazzaoui gelang es, im entscheidenden Moment sowohl den Tagessieg als auch die nötigen Serienpunkte einzufahren.


KOLBEINSDÓTTIR GEWINNT BEI DEN FRAUEN


Auch das Frauenrennen hatte zwei unterschiedliche Siegergeschichten. Andrea Kolbeinsdóttir aus Island gewann das Grand Finale nach 3:19:56 Stunden und lag fast sechs Minuten vor der zweitplatzierten Mădălina Florea. Der Erfolg der Isländerin war ein bemerkenswertes Einzelresultat auf dem schweren, vom Wetter geprägten Kurs.


Für Florea reichte der zweite Platz jedoch, um erneut die Golden Trail World Series in der Gesamtwertung zu gewinnen. Die Rumänin verteidigte damit ihren Vorjahrestitel. Drei Siege bei vorangegangenen Saisonrennen bildeten ein entscheidendes Fundament ihres Erfolgs. Die beiden Spitzenathletinnen stehen damit für unterschiedliche Stärken: Kolbeinsdóttir für den herausragenden Tag und Florea für die Konstanz über die komplette Serie hinweg.


TECHNISCHES TRAILRUNNING BLEIBT EIN GESAMTTEST


Das Muju-Finale zeigte, warum die Golden Trail World Series im internationalen Berglauf hohe Aufmerksamkeit erhält. Steile Passagen, wechselhafte Verhältnisse und viele direkte Duelle lassen sich nicht ausschließlich über das reine Lauftempo entscheiden. Wer gewinnt, muss das Profil lesen, Kräfte einteilen und auch auf nassen Trails sicher bleiben.


Mit Elazzaoui und Florea stehen nun die beiden Champions der Saison 2026 fest. Das Finale sorgte dabei sowohl für eine enge Punkteentscheidung im Männerrennen als auch für einen spannenden Kontrast zwischen Tagessieg und Gesamtsieg bei den Frauen.