Wie entwickeln sich gute Nachwuchsläuferinnen und Nachwuchsläufer zu erfolgreichen Athleten? Eine wichtige Voraussetzung ist eine strukturierte Ausbildung, die Training, Diagnostik und Austausch verbindet. Genau daran setzte das zweite Trainingswochenende des Fördervereins „Freunde der Leichtathletik“ am Bundesstützpunkt Bochum an. Wie der Deutsche Leichtathletik-Verband am Donnerstag, 22. Oktober 2026, berichtete, nahmen 24 junge Lauftalente aus Nordrhein-Westfalen und Norddeutschland teil.
DREI TAGE MIT VIELSEITIGEM TRAINING
Das Trainingswochenende wurde von Bundesstützpunkttrainer Heiko Schulze aus dem Laufbereich U18/U20 geleitet. Unterstützt wurde er unter anderem von Landestrainerin Vanessa Huke und Bundesstützpunkttrainer Markus Kubillus. Ziel war es, den Sportlerinnen und Sportlern ein hochwertiges gemeinsames Trainingsangebot zu machen und gleichzeitig zusätzliche Erkenntnisse für die weitere Entwicklung zu gewinnen.
Das Programm enthielt Sprint- und Athletikeinheiten ebenso wie laufbezogene Belastungen. Besonders wichtig war ein Schwellentraining am Samstag. Diese Trainingsform liegt in einem Belastungsbereich, in dem die Fähigkeit zum längerfristig schnellen Laufen geschult werden soll. Die individuelle Steuerung ist dabei entscheidend, damit die Belastung zum Trainingsstand und zum Alter passt.
DIAGNOSTIK SOLL BEI DER TRAININGSSTEUERUNG HELFEN
Die Trainer dokumentierten beim Schwellenprogramm Laufzeiten und Laktatwerte. Zusätzlich wurden Leistungen über fliegende 30 Meter erfasst. Die Sprintmessung liefert Hinweise auf die Schnelligkeitsfähigkeiten, während die Daten aus dem Ausdauerbereich helfen können, Belastungsbereiche besser einzuordnen. Einzelne Werte allein entscheiden jedoch nicht über die sportliche Zukunft: Wichtiger ist, sie gemeinsam mit dem gesamten Trainingsverlauf zu betrachten.
Die Daten sollen nicht ausschließlich am Bundesstützpunkt bleiben. Sie können den Jugendlichen und ihren Heimtrainern Anhaltspunkte liefern, um das gewohnte Training besser abzustimmen. Das ist gerade im Nachwuchsbereich sinnvoll, weil Trainingserfolg nicht nur von möglichst harten Einheiten abhängt, sondern auch von einer angemessenen Belastungssteigerung, Technik, Regeneration und Gesundheit.
AUCH DER AUSTAUSCH GEHÖRT ZUR NACHWUCHSFÖRDERUNG
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Gemeinschaft. Die Teilnehmenden konnten mit Gleichaltrigen trainieren, unterschiedliche Herangehensweisen kennenlernen und neue Kontakte knüpfen. Für die beteiligten Trainer boten die gemeinsamen Einheiten Gelegenheit, Methoden und Beobachtungen miteinander zu vergleichen. Ein gemeinsamer Bowlingabend diente zusätzlich dem Kennenlernen abseits der Laufbahn.
Der Förderverein „Freunde der Leichtathletik“ unterstützte die Maßnahme. Auch die Stadt Bochum, der TV Wattenscheid 01 und Augustinus Sportmedizin wurden vom Verband als Unterstützer genannt. Die Veranstaltung verdeutlicht, dass gezielte Nachwuchsförderung nicht erst beim nächsten Meisterschaftsrennen ansetzt. Sie entsteht über regelmäßige Zusammenarbeit zwischen Vereinen, Heimtrainern, Stützpunkten und den jungen Sportlerinnen und Sportlern selbst.
QUELLE
Deutscher Leichtathletik-Verband, „Gemeinsam trainieren, voneinander lernen“, veröffentlicht am 22. Oktober 2026.

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