Der Valencia-Halbmarathon hat seinen Ruf als eine der schnellsten Laufveranstaltungen der Welt erneut bestätigt. Das Rennen vom Sonntag, 25. Oktober 2026, brachte starke Siegerzeiten, nationale Rekorde und ein dramatisches Frauenfinale hervor. Am Montag wurden die Leistungen in einem weiteren internationalen Bericht aufgegriffen. Im Mittelpunkt stehen die Kenianerin Sheila Chepkirui und der für Spanien startende Rodrigue Kwizera.
CHEPKIRUI GEWINNT EIN SEKUNDENRENNEN
Das Frauenrennen entwickelte sich von Beginn an zu einer Demonstration hohen Tempos. Chepkirui, Diana Wanza und Daisilah Jerono bildeten zunächst eine kenianische Spitzengruppe. Bei Kilometer 15 passierten sie die Zwischenzeit von 45:31 Minuten und lagen deutlich vor den nächsten Verfolgerinnen. Jerono konnte das Tempo später nicht mehr vollständig mitgehen, während Chepkirui und Wanza das Rennen bis in die Schlussphase offenhielten.
Erst auf den letzten Metern fiel die Entscheidung. Chepkirui gewann in 1:03:51 Stunden, Wanza folgte nach 1:03:52 Stunden. Damit stellte Chepkirui eine neue Weltjahresbestleistung auf und rückte in die Spitzengruppe der schnellsten Halbmarathonläuferinnen der Geschichte vor. Dritte wurde Jerono mit 1:04:11 Stunden. Dahinter blieben auch Mizan Alem, Senayet Getachew und Caroline Gitonga unter 65 Minuten.
KWIZERA LÄUFT 58:03 MINUTEN
Bei den Männern kontrollierte Rodrigue Kwizera über weite Strecken das Geschehen. Nach einem schnellen Mittelteil reduzierte sich die Spitzengruppe auf wenige Athleten. Kwizera setzte sich schließlich gegen seinen Trainingspartner Thierry Ndikumwenayo durch und erreichte nach 58:03 Minuten das Ziel. Ndikumwenayo wurde in 58:09 Zweiter, Victor Kipruto belegte mit 58:12 Minuten Rang drei.
Kwizera verbesserte damit den spanischen Rekord deutlich. Seine Zeit liegt zudem unter dem bestehenden europäischen Rekord. Als europäischer Rekord wird sie nach den Angaben des heutigen internationalen Berichts jedoch nicht anerkannt, weil der sportrechtliche Nationenwechsel von Burundi nach Spanien noch nicht vollständig abgeschlossen ist. Entscheidend ist hier also die Unterscheidung zwischen nationaler Rekordführung und europäischer Verbandsanerkennung.
AUCH LAURA LUENGO SETZT EIN AUSRUFEZEICHEN
Einen weiteren Höhepunkt lieferte Laura Luengo. Die Spanierin erreichte nach 1:08:28 Stunden das Ziel und unterbot damit den bisherigen nationalen Frauenrekord. Ihre Leistung ging angesichts der internationalen Spitzenzeiten fast unter, ist für den spanischen Langstreckenlauf aber besonders wertvoll.
Valencia hat erneut gezeigt, wie eng ein Weltklasseteilnehmerfeld auf einer schnellen Straßenstrecke beieinanderliegt. Für Hobbyläuferinnen und Hobbyläufer sind die Zeiten der Elite kaum vorstellbar: Chepkiruis Siegerleistung entspricht ungefähr einem Tempo von drei Minuten pro Kilometer. Schon geringe Abstände bei diesem Tempo können im Ziel den Unterschied zwischen Sieg und Platz zwei ausmachen.

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